Triff das Team: Alejandra Nieves Camacho

Foto - tabadul Mitglied Alejandra Nieves Camacho

Triff das Team

Alejandra Nieves Camacho

Hallo Alejandra! Als eines unserer tatkräftigen Mitglieder, was genau hat dich dazu bewegt, bei tabadul mitzuwirken?

Ich war sehr begeistert an einem Projekt teilzunehmen, das den interkulturellen Austausch fordert. Denn ich denke, dass es einen wesentlichen Teil für das gegenseitige Verständnis und die friedliche Koexistenz zwischen den Völkern ausmacht. Und dabei ist die Sprache meiner Meinung nach ein Kernelement. Ich wollte mitmachen und dabei lernen.

Vor welche zentralen Herausforderungen wird vor dem Hintergrund der hohen Anzahl ankommender Geflüchteten die deutsche Gesellschaft aus deiner Sicht gestellt werden?

Als ich in Deutschland angekommen bin, hatte ich die Möglichkeit zusammen mit einigen Geflüchteten Deutsch zu lernen. Und ich denke, dass es einer der größten Herausforderungen ist, die deutsche Sprache zu beherrschen – egal ob man Flüchtling ist oder nicht. Ich habe mit sehr ausgebildeten Menschen aus Syrien, aus dem Irak und aus Libyen Deutsch gelernt, die wegen der Sprachbarriere nicht in ihrem Bereich arbeiten können konnten.

Woher kommst du ursprünglich und wie fühlst du dich in Berlin?

Ich komme ursprünglich aus Mexiko und wohne hier seit eineinhalb Jahren und muss sagen, dass ich nach und nach in Berlin ein neues Zuhause gefunden habe. Es ist nicht immer einfach, aber auf jeden Fall ist es immer interessant.  

Wie erlebst du das Zusammenleben mit Deutschen?

Sehr gut, glücklicherweise habe ich schöne Beziehungen mit ihnen aufbauen können, seitdem ich hier wohne. Aber nicht nur mit ihnen, sondern auch mit anderen Leuten aus verschiedenen Ländern, die ich hier kennengelernt habe, obwohl wir nicht immer die gleiche Sprache sprechen.

Was machst du sonst so in deiner Freizeit?

Ich mag besonders tanzen und ins Kino gehen und wenn es nicht sehr kalt ist, fahre ich gerne mit dem Fahrrad oder gehe schwimmen.

In welcher Welt wünschst du dir in fünf Jahren zu leben?

Fünf Jahre sind leider zu wenig, um große Änderungen zu merken, besonders auf struktureller Ebene. Aber ich hoffe, dass die Gesellschaft zumindest langsam lernt, sich Anderen gegenüber zu öffnen und dabei das persönliche und kollektive Wachstum fördert. Das könnte auch helfen, eine Welt zu schaffen, in der die Menschen keine Scheu davor haben, ihre Meinung und ihren Glauben ehrlich zu äußern.